85 Jahre PLEXIGLAS®: Ein Markenzeichen im Wandel der Zeit

Sachlich, verspielt, modern und klar: Die Evolution des PLEXIGLAS® Logos reflektiert den wechselnden Zeitgeschmack. Konstant hoch geblieben ist dabei die Qualität des inspirierenden Werkstoffs, für den das Logo steht.

Obwohl bereits seit 1933 als Marke geschützt, erhielt PLEXIGLAS® erst 1939 ein offizielles Warenzeichen. Wie das Produkt selbst, so erfand sich auch die Marke im Laufe der Jahrzehnte immer wieder neu. Was zunächst als Inbegriff modernen Designs galt, wurde bald von einem neuen, zeitgemäßen Design abgelöst. Insgesamt zehn verschiedene, zum Teil preisgekrönte Varianten haben die Kreativen in 85 Jahren Markengeschichte hervorgebracht. Eine Zeitreise:

Ein transparentes Produkt wird sichtbar

Obwohl sich PLEXIGLAS® schon bald nach seiner Markteinführung im Jahr 1933 erfolgreich auf dem wachsenden Markt für Kunststoffprodukte etabliert hatte, erhielt die Marke erst 1939 eine visuelle Identität. Der Markenname erscheint auf dem ersten Logo schlicht und klar, in einer leicht geschwungenen kursiven Schrift, die von einem kreisrunden Rand eingefasst wird.

Das Logo von 1942 zeigt die „PLEXIGLAS® Rune“. Sie stellt die Buchstaben P und X dar und wird mit dem Namenszug „PLEXIGLAS“ in Großbuchstaben als einheitliches Ganzes verbunden.

Anstelle des Schriftzugs in Versalien wünschte sich die Verkaufsabteilung Anfang der 1950er Jahre einen charakteristischen Namenszug in Schreibschrift. Dieser wird 1951/52 entwickelt und zunächst mit dem „Runenzeichen“ verbunden. Das kombinierte Logo empfindet man jedoch als zu sperrig, daher wird bald nur noch der Schriftzug mit der prägnanten Unterstreichung eingesetzt.

Im Jahr 1957wird das Bildzeichen „PX“, also die „Rune“, noch einmal für das Logo eingesetzt. Der Markenname wird nicht mehr genannt, dafür findet der Schriftzug „RÖHM & HAAS KUNSTSTOFFE“ Platz auf dem Logo.

1963erblickte „König Acrylius“ das Licht der Welt, und zwar als Anzeigenmotiv für eine breit angelegte Kampagne. Sein Name leitete sich von der Materialbezeichnung Acrylglas ab. Die gezeichnete Werbefigur sollte die „königliche“ Stellung unterstreichen, die PLEXIGLAS® wegen seiner herausragenden Produkteigenschaften unter den Kunststoffen einnimmt. „König Acrylius“ gab dem Produkt PLEXIGLAS® erstmals ein Gesicht und ermöglichte so die Emotionalisierung der Werbebotschaft und eine stärker personalisierte Kundenansprache.

„König Acrylius“ hatte auch imPLEXIGLAS® Werbefilm „253.000 Stunden“ von 1965 eine Hauptrolle. Der Film gewann den Grand Prix beim Filmfestival in Cannes. Aus der Kampagne mit der „königlichen“ Werbefigur wurde der moderne Schriftzug mit dem prägnant herausragenden Buchstaben X übernommen. Diese schlichte Schwarz-Weiß-Variante des PLEXIGLAS® Markenzeichens erwies sich als besonders dauerhaft und wurde erst 37 Jahre später abgelöst.

Klare Kante für eine Jahrhundertmarke

2002 entstand dann ein weiteres Logo, das neben der Rückkehr zur versalen Schreibweise des Produktnamens den neuen Zusatz „original von Röhm“ beinhaltete. Damit wollte das Unternehmen gegen den inflationären Gebrauch des Begriffs „Plexiglas“ für alle möglichen Arten von Kunststoffen ankämpfen und sich vom verschärften Wettbewerb absetzen. Die blaue „PLEXIGLAS® Turbine“ symbolisiert eine Extrusionsschnecke und verweist so auf den Herstellungsprozess von extrudierten Platten.

Die Neupositionierung der Marke erforderte eine abermalige Neugestaltung des Logos, die im Jahr 2011 vorgestellt wurde. Der Claim lautete nun „The Original“, die „Turbine“ wurde durch den „Swing“ ersetzt. Dieser steht für Offenheit, grenzenlose Kreativität und Dynamik. „Das aktuelle Logo bringt zum Ausdruck, dass sich PLEXIGLAS® in unterschiedlichsten Anwendungen immer wieder neu bewährt – von Architektur und Automobilbau über Medizintechnik bis hin zur Energiegewinnung“, erläutert Tils. „Nach 85 Jahren ist PLEXIGLAS® noch immer der inspirierende Kunststoff, aus dem die Zukunft geformt wird.“